Meine more me Geschichte - Alex - La Arte Negro

Hi ich  bin Alex undich glaube, ich war schon immer jemand, der lieber gemacht hat, als lange darüber zu reden.

Ich komme aus Zörbig. Und obwohl viele gesagt haben, dass man als Tätowierer irgendwann in die Großstadt muss, war für mich ziemlich früh klar: Ich möchte hierbleiben. Nicht, weil ich nicht hätte weggehen können. Sondern weil es sich einfach richtig angefühlt hat.

Mein Weg begann allerdings gar nicht mit Tattoos.

Wie viele andere habe ich zuerst einen "vernünftigen" Beruf gelernt und eine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker gemacht. Ein sicherer Beruf. Aber irgendwann musste ich mir eingestehen, dass er mich einfach nicht erfüllt. 

Was mich schon immer begeistert hat, war das Zeichnen. Graffiti. Gestalten. Kreativ sein.

 

Also begann ich, mich mit dem Tätowieren zu beschäftigen. Erst auf Kunsthaut. Dann bei Freunden. Mit jedem Tattoo lernte ich dazu. Nicht, weil mir jemand einen festen Weg vorgab, sondern weil ich immer besser werden wollte.

Schritt für Schritt entstand so nicht nur meine Erfahrung, sondern auch das Vertrauen meiner Kunden.

Heute arbeite ich seit mehreren Jahren hauptberuflich in meinem eigenen Studio – La Arte Negro.

Nicht in einer Großstadt. Sondern in einem Tiny House auf meinem Grundstück in Zörbig. Viele fragen mich, ob das überhaupt funktionieren kann.

Meine Antwort ist inzwischen ziemlich einfach:  Heute entscheidet nicht mehr der Standort über den Erfolg. Sondern die Qualität der Arbeit.

Meine Kunden kommen längst nicht mehr nur aus Zörbig. Manche fahren viele Kilometer, manche sogar aus dem Ausland. Dafür bin ich unglaublich dankbar.

Einen festen Stil wollte ich mir übrigens nie auferlegen. Aber wenn ich überhaupt einen Stil habe, dann ist es der, dass am Ende nicht mein Stil im Vordergrund steht, sondern der Mensch, der das Tattoo sein Leben lang trägt.

Ein Tattoo muss zu dem Menschen passen. Nicht zu groß. Nicht zu klein.Und vor allem so, dass es am Ende genau die Wirkung hat, die der Kunde sich wünscht. Deshalb diskutiere ich auch manchmal mit meinen Kunden. Natürlich kann ich vieles machen. Aber nur weil etwas technisch machbar ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch sinnvoll ist.

Wenn jemand ein filigranes, farbiges Motiv auf fünf mal fünf Zentimetern haben möchte, dann sage ich auch ganz ehrlich: **„Kann ich machen. Wird aber kack...“** Nicht, weil ich es nicht tätowieren könnte.

Sondern weil es am Ende nicht so aussehen wird, wie der Kunde es sich heute vorstellt. Kaum jemand betrachtet ein Tattoo später aus zehn Zentimetern Entfernung. Meist stehen Menschen mindestens einen Meter voneinander entfernt. Und genau aus dieser Entfernung muss ein Tattoo wirken. Dann tüfteln wir eben gemeinsam weiter, bis wir eine Lösung gefunden haben, die richtig gut aussieht.

Wenn das ein Stil ist, dann ist das mein Stil.

Jedes Tattoo erzählt eine Geschichte. Und genau diese Geschichte soll am Ende auf der Haut sichtbar werden.

Deshalb tätowiere ich auch nicht nur bestimmte Altersgruppen, sondern Menschen. Meine jüngste Kundin war 16, meine bisher älteste 81 Jahre alt. Dazwischen liegen zwar viele Jahre, aber am Ende geht es immer um das Gleiche: um einen Menschen, seine Geschichte und ein Tattoo, das genau zu ihm passt.

Als ich damals meinen sicheren Beruf aufgab, waren längst nicht alle begeistert. Meine Familie war skeptisch. Heute ist sie stolz. Und ich bin froh, dass ich damals meinem Gefühl vertraut habe. 

Im vergangenen Jahr hörte ich, dass man mit Hypnose rauchfrei werden kann. Ich dachte mir: *Klingt interessant. Kann man ja mal ausprobieren.* So landete ich bei Katrin.

Als die Praxistür nach der Hypnose dann hinter mir zuging, dachte ich erstmal nur: *"Na ja … war mal ganz interessant."*

Ich hatte ein bisschen erwartet, dass sich irgendetwas spektakulär anfühlt. Irgendein Zauber. Irgendetwas, woran man merkt, dass jetzt etwas völlig anders ist. Nichts davon. Ein paar Schritte später dachte ich noch: *"Wo ist jetzt eigentlich der nächste Laden, wo ich Zigaretten kaufen kann?"* Dann kam der Kiosk. Und ich bin einfach daran vorbeigelaufen.

Nicht, weil ich mich zusammenreißen musste. Nicht, weil ich gegen das Rauchen kämpfen musste. Sondern weil ich schlicht überhaupt kein Bedürfnis mehr hatte.  Seitdem habe ich keine Zigarette mehr angefasst. Bis heute finde ich das faszinierend. Nicht, weil mich irgendetwas Magisches verändert hätte.

Sondern gerade weil es sich überhaupt nicht nach Veränderung angefühlt hat. Es war einfach logisch. Es hat sich richtig angefühlt. Selbstbestimmt. Heute glaube ich, der eigentliche Zauber war, dass ich plötzlich selbst verstanden hatte, dass ich gar nicht mehr rauchen wollte.

Seitdem habe ich Katrin immer wieder weiterempfohlen. Und bis heute kommen Menschen zu ihr in die Praxis und erzählen, dass sie erlebt haben, dass ich plötzlich einfach rauchfrei war und sie das auch wollen.

Wie das dann manchmal so ist, blieb man einfach lose in Kontakt. Ein lockerer, unkomplizierter, sporadischer Kontakt. Vor ein paar Wochen bekam ich dann eine WhatsApp von Katrin.  Ein Bild. Ein Schriftzug in petrol mit einer roten Kugel "m🔴re me"

*Dazu schrieb sie nur: *"Jetzt muss das echt werden. Ich brauche einen Tattoo-Termin."*

Also machten wir einen Termin. Ein paar Tage später kdie nächste WhatsApp: *"Du ... ich hab da noch eine Idee. Wäre es für dich okay, wenn wir das Ganze mit einem Fotografen begleiten? Fotos und Videos? Hast du genug Zeit dafür?"* Na klar. Also wurde aus einem Tattoo-Termin plötzlich ein Foto- und Videoshooting.

Und ganz ehrlich: Es hat richtig Spaß gemacht. Heute sind die ersten Bilder angekommen. 

 

Und seit diesem Tattoo-Termin bin ich offizieller **more me Tattoo Artist** und darf das more me Tattoo offiziell stechen.

Während dieses Shootings ist mir noch etwas anderes klar geworden. Eigentlich wirken Tätowieren, Hypnotisieren und Fotografieren wie drei völlig unterschiedliche Berufe. Je länger wir zusammengearbeitet haben, desto klarer wurde uns, wie ähnlich sie sich eigentlich sind. Es geht nie um uns.

Es geht immer um den Menschen, der vor uns sitzt. Darum, zuzuhören. Zu verstehen. Das eigene Fachwissen einzusetzen. Auch mal ehrlich zu sagen:*"So würde ich das nicht machen."* Und gemeinsam die Lösung zu finden, die für genau diesen Menschen die richtige ist.

Mit Präzision. Mit Erfahrung. Mit Empathie. Ohne über den Menschen zu urteilen.

Mit Erfahrung. Mit Fachwissen. Und mit dem ehrlichen Wunsch, für genau diesen Menschen die beste Lösung zu finden. Am Ende soll der Mensch glücklich nach Hause gehen.

Nicht, weil ich meinen Stil durchgesetzt habe. Sondern weil wir gemeinsam genau das gefunden haben, was zu ihm passt.

Eigentlich ist das beim Tätowieren genauso wie beim Hypnotisieren oder Fotografieren und in vielen anderen Bereichen

Wir arbeiten alle mit Menschen. Wir arbeiten alle mit Fachwissen für diese Menschen. Und wir arbeiten alle mit dem Ziel, dass am Ende etwas entsteht, das für diesen einen Menschen genau richtig ist.

Wenn jemand mein Studio verlässt und sich mit seinem Tattoo einfach richtig wohlfühlt, dann macht mich das glücklich.

Ich glaube, genau darum geht es. Freude an dem was man macht. Immer weiter dazuzulernen. Mit jedem Kunden wieder ein kleines Stück besser  - mehr more me - zu werden.

Alles, was ich weiß und gelernt habe, dafür einzusetzen, dass am Ende genau das entsteht, was dieser Mensch wirklich haben möchte.

Auf den ersten Blick haben Tätowierer, Fotografen, Künstler, Hypnotiseure oder Coaches überhaupt nichts miteinander zu tun.

Schaut man genauer hin, verbindet sie more me - sie setzen ihr Wissen und ihre Erfahrung dafür ein, dass andere Menschen immer wieder ein kleines Stück mehr sie selbst werden. Und ganz automatisch auch sie selbst

Ja - das ist mein: more me.

Alex - La Arte Negro


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